USA
Proteste nach tödlichen Schüssen eines ICE-Beamten weiten sich aus - zehntausende Demonstranten in Minneapolis

In den USA weiten sich die Proteste gegen die Einwanderungsbehörde ICE und die Regierung von Präsident Trump aus. In Minneapolis gingen zehntausende Menschen auf die Straße. In der Stadt im Bundesstaat Minnesota hatte am Mittwoch ein ICE–Beamter eine Frau in ihrem Auto erschossen.

    Blick von vorn auf eine riesige Menschenmenge mit Transparenten und Plaketen, die eine Straße entlangläuft.
    Zehntausende demonstrieren in Minnneapolis. (dpa / ZUMAPRESS.com / Elizabeth Flores)
    Insgesamt waren in den Vereinigten Staaten nach Angaben des Senders CNN mehr als 1.000 Demonstrationen angemeldet worden. Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis aus Bürgerrechts- und Migrantenorganisationen.
    Schon gestern hatte es in zahlreichen Städten Kundgebungen gegeben. In Minneapolis gab es Zusammenstöße mit der Polizei, als Demonstranten in ein Hotel eindringen wollten, in dem ICE-Beamte untergebracht waren.
    Die tödlichen Schüsse auf die 37-jährige Renee Good werden in den USA unterschiedlich bewertet. Die US-Regierung spricht von Notwehr, weil die Frau den Beamten habe überfahren wollen. Der Bürgermeister von Minneapolis und die Regierung von Minnesota - beide demokratisch - bestreiten dies. In Videos im Internet ist zu sehen, wie Good seitlich wegfährt und dabei möglicherweise den ICE-Beamten streift.
    Diese Nachricht wurde am 11.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.