Radionacht KlanghorizonteDas Private und das Politische

Seit über 45 Jahren sind Robert Wyatt und Alfie Benge ein Paar. Der Sänger mit der traurigen Stimme und die Dichterin haben viele, oft sehr politische Songs zusammen geschrieben. Jetzt erschien auch ein gemeinsames Buch mit Liedern und Zeichnungen.

Am Mikrofon: Michael Engelbrecht | 19.12.2020

Auf dem s/w Foto blickt ein Mann mit leicht zusammengekniffenen Augen in die Kamera. Er trägt ein kariertes Hemd und einen Vollbart.
Seit 1973 ist Robert Wyatt querschnittsgelähmt, spielt jedoch weiterhin gelegentlich Schlagzeug. (imago stock&people)
Als Schlagzeuger war Robert Wyatt ab den späten 1960er-Jahren eine Zentralfigur der britischen Canterbury-Szene, die Prog Rock mit Jazzeinflüssen mischte. Nach einem schweren Unfall 1973 konzentrierte er sich aufs Singen und Songschreiben. Auf seinen oft verschrobenen Alben experimentierte er mit Klängen, Texten und seiner charakteristisch zerbrechlichen Stimme. Ryuichi Sakamoto nannte sie einmal die "traurigste Stimme der Welt". Für die "Nahaufnahme" greift Michael Engelbrecht nicht nur auf das neue Buch von Wyatt und seiner Frau Alfreda Benge zurück, sondern auch auf Erinnerungen an eine persönliche Begegnung und die Lektüre einer Wyatt-Biografie.
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