Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
RBB-Intendantin Demmer begrüßt geplanten Bürgerrat

Die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Demmer, zeigt sich offen für einen Austausch mit dem geplanten Bürgerrat zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Man nehme die Planungen mit großem Interesse wahr, sagte Demmer der Deutschen Presse-Agentur. Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU im Brandenburger Landtag wollen das Gremium einsetzen.

    Ulrike Demmer; Mitglied Deutschlandradio-Verwaltungsrat
    Ulrike Demmer (rbb / Gundula Krause )
    "Wir freuen uns, dass der Landtag den RBB zum Thema macht", sagte Demmer. Sie signalisierte Bereitschaft, in Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu treten: "Wir laden die Teilnehmer des Bürgerrates gerne ein, sich vor Ort ein Bild zu machen und mit uns in den direkten Austausch zu treten."

    Bürgerrat soll Sicht der Beitragszahler einbringen

    In dem Bürgerrat sollen 51 Menschen mitwirken, die von einer externen Agentur in einem Zufallsverfahren ausgewählt werden. Sie sollen die Sicht der Beitragszahler einbringen. Der Rat soll sich mit einer stärkeren regionalen Sichtbarkeit Brandenburgs im RBB-Programm und der Bedeutung regionaler Berichterstattung für demokratische Meinungsbildung befassen. Zudem sind die zeitgemäße Ausgestaltung der Angebote im Fernsehen und im Netz sowie die journalistische Qualität geplante Themenfelder. Der Landtag befasst sich voraussichtlich im Juni mit dem Vorhaben.

    Reformprozess von ARD und ZDF

    Im Sommer 2022 hatten Vorwürfe der Vetternwirtschaft und der Verschwendung beim RBB den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erschüttert. Demmer übernahm im September 2023 den Posten der Intendantin. Seit Anfang dieses Jahres ist sie auch Mitglied im Verwaltungsrat von Deutschlandradio.
    ARD und ZDF sind in einer Reformphase. Geplant sind weniger Radio- und Fernsehprogramme, Doppelstrukturen sollen abgebaut werden. Die Sender sollen Geld sparen und sich digitaler ausrichten.

    Mehr Informationen:

    Medienrat für ARD, ZDF und Deutschlandradio hat seine Arbeit aufgenommen
    Diese Nachricht wurde am 25.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.