Landtagswahl
Reaktionen der Landespolitik Sachsen-Anhalt

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Wahlsieger und AfD-Spitzenkandidat Siegmund erklärt, keine Kompromisse für eine Koalition eingehen zu wollen.

    Ulrich Siegmund (AfD), Spitzenkandidat und Co-Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, spricht bei der Wahlparty der AfD.
    AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ist Sieger der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Seine Partei wolle ihre Werte und Ziele nicht für Machtspielchen aufgeben, sagte Siegmund im ZDF. Eine Zusammenarbeit könne es nur mit denen geben, die den AfD-Anspruch eines Politikwandels mittragen würden, ob dies durch eine Fraktion oder einzelne Abgeordnete passiere. Der amtierende CDU-Ministerpräsident Schulze nannte das Ergebnis seiner Partei im NDR niederschmetternd. Er habe nicht vor, mit der AfD zusammenzuarbeiten. Die Grünen-Spitzenkandidatin Sziborra-Seidlitz erklärte in der ARD, eine mögliche AfD-Regierung mache vielen Menschen Angst. Dazu gehörten Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen oder die queere Gemeinschaft in Sachsen-Anhalt. Die SPD-Landesvorsitzende Kleemann sprach vor Anhängern von einer nicht leichten Situation für die Demokratie. Das Bundesland sei zu schön, um es der AfD zu überlassen. Die Linken-Spitzenkandidatin von Angern bezeichnete den Wahlausgang als schwarzen Tag für Sachsen-Anhalt. Man stehe vor einer großen Aufgabe. Die BSW-Spitzenkandidatin Wittig zeigte sich offen für eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD, bekräftigte aber die Forderung ihrer Partei nach einem überparteilichen Ministerpräsidenten. Die FDP-Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende Hüskens kündigte nach dem klaren Ausscheiden der Partei aus dem Landtag ihren Rücktritt an.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.