Mittwoch, 17. August 2022

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Rechtsextremismus und Musik
Ködern mit bekannten Klängen

Rechtsextremismus nutzt viele musikalische Masken. Da lässt sich selbst bekannteste Filmmusik zweckentfremden. Ein Blick auf den aktuellen Forschungsstand und die historische Dimension des Themas, denn bekanntermaßen nutzte bereits das NS-Regime gern Musik zur Manipulation.

Von Dagmar Penzlin | 27.02.2018

    Eine Hand hält am 04.03.2009 im Polizeipräsidium in Stuttgart eine CD mit rechtsextremem Material in der Hand, die mit anderen Tonträgern bei Durchsuchungen sichergestellt wurde
    Nicht immer ist der rechtsextremistische Gebrauch von Musik so offensichtlich (picture-alliance/ dpa / Norbert Försterling)
    Musik gilt rechtsextremistischen Vordenkern als ideales Mittel, um ihre Ideen Interessierten näher zu bringen – als "Türöffner" zur fremdenfeindlichen Szene. Ist die so genannte Schulhof-CD als Propaganda-Mittel schnell zu erkennen, bedienen sich aktuell rechtsextremistische Gruppierungen und Strömungen geschickt unterschiedlichster Musikstile. Selbst Filmmusiken etwa von Howard Shore aus der Trilogie "Herr der Ringe" oder aus dem Science-Fiction-Blockbuster "Matrix" werden verwendet für rechtsextremistisches Material, das vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene Anreiz schaffen soll.
    Welche Formen von rechtsextremer Musik gibt es? Wie müssen solche Kompositionen beschaffen sein, damit sie funktionieren? Und was können Musikwissenschaft und Musikpädagogik leisten, um aufzuklären?