Montag, 27. Juni 2022

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Rechtsterrorismus in Deutschland
Das Urteil im NSU-Prozess

Der Indizienprozess zu den Morden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" am Oberlandesgericht München mit seinen mehr als 435 Verhandlungstagen dauerte rund fünf Jahre. Das Urteil: Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe wurde des zehnfachen Mordes schuldig gesprochen.

11.07.2018

Die Bildkombo zeigt undatierte Porträtfotos der zehn Neonazi-Mordopfer Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kilic und Polizisten Michele Kiesewetter (oben, v.l.), sowie Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodorus Boulgarides, Mehmet Kubasik und Halit Yozgat (unten, v.l).
Die zehn Mordopfer: Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kilic und Polizisten Michele Kiesewetter (oben, v.l.), sowie Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodorus Boulgarides, Mehmet Kubasik und Halit Yozgat (unten, v.l.) (dpa / Polizei-Handouts, Norbert Försterling)
Wird es für Gerechtigkeit sorgen, wie es die Opfer und Hinterbliebenen fordern? Hat der Prozess Aufklärung gebracht, oder war das Sache der Untersuchungsausschüsse? Haben die Taten des NSU Deutschland verändert und kann das Urteil zur Versöhnung beitragen? Und welche gesellschaftlichen und politischen Forderungen leiten sich aus dem Fehlverhalten einzelner staatlicher Stellen ab?
Unter der Leitung von Deutschlandfunk-Chefkorrespondent Stephan Detjen diskutieren:
  • Stefan Aust, Herausgeber "Die Welt" und Macher der Dokumentation "NSU-Komplex"
  • Clemens Binninger, Vorsitzender des 2. NSU-Untersuchungsausschusses
  • Annette Ramelsberger, Gerichtsberichterstatterin der "Süddeutschen Zeitung" im NSU-Prozess
  • Özge Pınar Sarp, Politologin und Beraterin im Verein "Opferperspektive e.V."