Klimaschutz
Bundeswirtschaftsministerin Reiche verteidigt geplante Reform des Heizungsgesetzes

Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat die geplante Reform des so genannten Heizungsgesetzes gegen Kritik verteidigt. Es gehe darum, die Bürger in die Lage zu versetzen, ihre Anlagen kosten- und klimaeffizient zu modernisieren, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. Deutliche Kritik kam von den Grünen.

    Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, seitlich von unten fotografiert
    Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energi (picture alliance / dpa / Katharina Kausche)
    Reiche betonte, durch die Reform gebe es beim Austausch der Heizung wieder mehr Entscheidungsfreiheit. Dabei werde der Einbau klimafreundlicher Systeme finanziell unterstützt.
    Thüringens Ministerpräsident Voigt, CDU, meinte, für Menschen in Ostdeutschland und im ländlichen Raum seien die Änderungen wichtig. Dadurch bleibe Wohnen bezahlbar, Eigentum werde geschützt und das Leben im Alltag werde wieder ein Stück einfacher.
    Die Grünen warnten dagegen davor, dass Deutschland seine Klimaziele nun deutlich verfehlen werde. Die Deutsche Umwelthilfe sprach von einer bedingungslosen Erfüllung aller Wünsche der fossilen Lobby.
    Laut der Einigung der Koalition von gestern Abend sollen Immobilienbesitzer in Zukunft weiter Öl- und Gasheizungen in ihre Häuser einbauen dürfen. Ein wachsender Anteil des Betriebs muss aber klimafreundlich erfolgen, beispielsweise mit Biomethan oder synthetischen Kraftstoffen. Die Förderung für den Kauf klimafreundlicher Anlagen wie Wärmepumpen soll bis mindestens 2029 sichergestellt werden. 

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    Diese Nachricht wurde am 25.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.