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StartseiteCampus & KarriereFachkräfte auf Wanderschaft05.08.2019

ReiheFachkräfte auf Wanderschaft

Fachkräfte werden mittlerweile in vielen Berufen gesucht und auch gezielt aus dem Ausland angeworben. Doch der Weg in den Arbeitsmarkt ist weder für Hochschul- noch für Berufsabsolventen leicht.

Eine Pflegekraft misst den Blutdruck eines Patienten. Von beiden sind nur die Hände und Arme zu sehen. (Pexels / rawpixel)
Eine Pflegekraft misst den Blutdruck eines Patienten (Pexels / rawpixel)
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Neben Sprach- und Kulturunterschieden sind häufig auch die Ausbildungs- und Anforderungsprofilen nicht vergleichbar. Die Serie "Fachkräfte auf Wanderschaft" begleitet Arbeitsmigranten, die nach Deutschland kommen, blickt aber auch ins Ausland.

Ausländische Pflegekräfte in der Warteschleife 
Um als ausländische Pflegekraft in Deutschland arbeiten zu können, muss zunächst die berufliche Qualifikation anerkannt werden. Reicht diese nicht aus, können sich Bewerber in Lehrgängen nachqualifizieren lassen. Doch nicht nur fehlende Unterlagen verhindern den zeitnahen Jobeinstieg. 

Nachschulung für ausländische Pflegekräfte 
In den Kranken- und Pflegeeinrichtungen in Deutschland herrscht Personalmangel. Ausländische Fachkräfte sollen die Lücken füllen. Doch die Berufsabschlüsse werden häufig nicht anerkannt. Voraussetzung für den Jobeinstieg ist ein sogenannter "Anpassungslehrgang" an einer Pflegeschule. 

Berufspraxis für ausländische Pflegekräfte
Bevor sie in Deutschland als examinierte Pflegekraft arbeiten dürfen, müssen viele Fachkräfte mit ausländischen Diplomen theoretisch erst einmal nachgeschult werden. Mangelnde Berufspraxis können die Bewerber beim Praktikum als Pflegehelfer in einer Klinik nachholen.

Kanada sucht dringend qualifizierte Einwanderer
Ein klassisches Einwandererland ist Kanada ohnehin: Im Jahr 2017 war bereits über ein Fünftel der 36 Millionen Einwohner Kanadas im Ausland geboren. Aber das Land sucht vor allem hochqualifizierte Immigranten für die digitale Wirtschaft – viele erfolgreiche Bewerber stammen aus China und Indien.

England legt ausländischen Fachkräften Steine in den Weg
Für EU-Bürger ist es bislang kein Problem, in Großbritannien zu arbeiten, aber das wird sich nach einem Brexit ändern. Für qualifizierte Kräfte aus dem Rest der Welt bietet sich momentan ein paradoxes Bild: Sie werden eigentlich dringend gebraucht und doch gibt es restriktive Zuwanderungshürden.

Argentiniens IT-Branche setzt auf Expertise aus Venezuela
Argentinien steckt derzeit in einer schweren Wirtschaftskrise. Doch eine Branche boomt: Die Software-Industrie ist seit 2007 um fast 70 Prozent gewachsen. Trotzdem bleiben rund 5.000 Stellen jährlich unbesetzt. Daher setzt die Branche zunehmend auf Fachkräfte aus dem Ausland. Zum Beispiel aus Venezuela.

Australien: Traum- und Albtraumland für Arbeitsmigranten
Eigenwerbung hat Australien nicht nötig: Viele Menschen zieht es auf den fünften Kontinent, auch zum Arbeiten. Besonders gut qualifizierte Fachkräfte sind dort willkommen. Doch trotz guter Voraussetzungen ist längst nicht jede Arbeitsmigration eine Erfolgsgeschichte.

Als Frau auf der Walz
Sie tragen schwarze Schlaghosen, schwarze Cordjackets, einen Hut und meist nur ein kleines Bündel Sachen: Handwerker auf der Walz. Drei Jahre dauert das Abenteuer, in das sich auch immer mehr Frauen stürzen. Eine von ihnen ist die Tischlermeisterin Johanna Röh.

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