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StartseiteSprechstundeWas hinter unregelmäßigen Blutungen stecken kann31.05.2016

Reportage EndometrioseWas hinter unregelmäßigen Blutungen stecken kann

Zunächst hatte sich Kerstin H. nichts dabei gedacht, als ihre Periode unregelmäßig und verbunden mit starken Schmerzen auftrat. Als sie ihrem Arzt jedoch davon berichtete, schickte der sie ins Krankenhaus. Der Verdacht: Endometriose.

Von Martin Winkelheide

Eine Frau hält den Kopf in den Händen. (imago / Science Photo Library)
Starke Kopf- und Unterleibsschmerzen sind oft Symptome der Monatsregel bei Frauen, können aber auch andere Ursachen haben. (imago / Science Photo Library)

Bei Kerstin H. kamen die Blutungen lange Zeit unregelmäßig: zu früh, zu oft, zu heftig.

"Also, es kam sehr unregelmäßig und auch sehr stark, ich hatte dann immer Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, und das ging dann wirklich bis zu Krämpfen und zog sich so zwei, drei Tage hin."

Kräutertees, Liegen, Wärmeflasche. Die üblichen Hausmittel, sie halfen wenig. Vor allem nicht gegen die Schmerzen.

"Dann natürlich auch Kopfschmerztabletten, anfangs, bis dann überwiegend zu richtig starken Schmerztabletten. Das habe ich dann genommen. Man denkt, das ist normal, und damit muss man leben. Irgendwann ist es ja eh dann vorbei. Aber wenn es dann wirklich alle zwei Wochen, manchmal auch innerhalb von einer Woche zwei Mal kommt, dann ist man schon skeptisch, ob das normal ist.

Circa nach drei Jahren habe ich das meinem Arzt mal erzählt, und der hat mich dann sofort ins Krankenhaus eingewiesen. Und dann hat man halt festgestellt, dass es sich um Endometriose handelt."

"Man hat mir nach der OP dann gesagt, dass man Endometriose-Herde entdeckt hat. Die können ja überall sein im Bauchraum, die können sich an den Organen auch festsetzen und die Beschwerden auch auslösen. Bei mir war das auch schon im Darmbereich.

OP per Bauchspiegelung oder Bauchschnitt

"Man unterschreibt vor der OP dieses Einverständnis, wenn sie die Bauchspiegelung machen und auch was entdecken, dass sie das dann auch gleich operativ entfernen und dann wird das halt per Bauspiegelung oder auch per Bauchschnitt entfernt. Je nachdem, wie groß die Herde sind."

Ich hab insgesamt schon vier OPs hinter mir, bezüglich der Endometriose, ja.

Zwei Mal mit Bauchschnitt und zweimal mit Bauchspiegelung.

Es ist erst einmal besser, man muss danach auch Hormonpräparate einnehmen, sollte man. Ich selbst habe auch meine Ernährung umgestellt und lebe halt auch gesünder.    

Keine endgültige Heilung

"Also mir geht es jetzt wesentlich besser, das liegt aber auch daran, dass ich voriges Jahr eine Gebärmutterentfernung hatte. Aber die Endometriose ist immer noch da, dadurch dass die Eierstöcke noch vorhanden sind. Und dadurch kommen ab und zu noch Blutungen und auch diese Krämpfe. Aber nicht mehr so häufig wie vorher. Ich habe eigentlich gedacht, dass es damit vorbei ist, und dass ich endlich erlöst bin, aber es geht wirklich noch weiter."

 

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