
Bei dem Republikaner gebe es zwei verschiedene Ebenen, die man sorgfältig trennen müsse, sagte Röttgen im Deutschlandfunk. Trumps öffentliche Kommunikation habe oftmals zum Ziel, Druck aufzubauen, um in eine günstigere Verhandlungsposition zu kommen. Doch seien etliche Drohungen nicht umgesetzt worden. Dieses Verhalten koste Vertrauen, und dennoch man dürfe es nicht auf die leichte Schulter nehmen, betonte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag.
Hintergrund sind erneute massive Drohungen Trumps gegen den Iran, den er erneut zum Abschluss eines Abkommens aufrief. Andernfalls werde von dem Land nichts mehr übrig bleiben, erklärte der amerikanische Päsident.
"Auf reale US-Politik schauen"
Röttgen riet dazu, auf die reale US-Politik zu schauen. Kündige der US-Präsident zum Beispiel an, mehr als 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, dann sei völlig ungewiss, ob es überhaupt dazu komme. Immer wenn Trump die US-Unterstützung für NATO-Mitglieder infrage stelle, müsse man bedenken, dass die Militärallianz im US-Kongress parteiübergreifend "eine 80-Prozent-Mehrheit" habe. Dies hätten ihm in persönlichen Gesprächen sowohl demokratische wie auch republikanische Abgeordnete versichert, sagte Röttgen, der nach eigenen Worten alle drei bis vier Monate in die Vereinigten Staaten reist.
Diese Nachricht wurde am 18.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
