Pläne des Bundesinnenministers
Rot-Kreuz-Präsident Gröhe fordert beim Ausbau des Zivilschutzes Einbeziehung der Hilfsorganisationen

Das Deutsche Rote Kreuz hat das Bundesinnenministerium aufgefordert, beim geplanten Ausbau des Zivilschutzes die Hilfsorganisationen einzubeziehen.

    Das Foto zeigt den DRK-Präsidenten, Hermann Gröhe.
    DRK-Präsident Hermann Gröhe (dpa-news/Britta Pedersen)
    Es seien die freiwilligen Helfer, die im Ernstfall für den Schutz der Gesellschaft zum Einsatz kämen, sagte DRK-Präsident Gröhe im Deutschlandfunk. Es sei daher unabdingbar, diese finanziell ausreichend und mit dem nötigen Gerät auszustatten. Zudem gehe es nicht nur um Kriegstüchtigkeit. Die Menschen in Deutschland müssten besser auf Krisen aller Art vorbereitet werden.
    Der Vorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bundes, Fleckenstein, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Ad-Hoc-Pakete und kurzfristige Projekte würden nicht weiterhelfen. Die Finanzierung des Zivilschutzes als staatliche Aufgabe müsse dauerhaft im Bundeshaushalt verankert werden. Nur so lasse sich die Resilienz der Gesellschaft dauerhaft erhöhen. Zuletzt hatte bereits der Städte- und Gemeindebund gefordert, die Kommunen beim Zivilschutz-Ausbau einzubeziehen.
    Innenminister Dobrindt will bis 2029 zehn Milliarden Euro für den Ausbau des Zivilschutzes bereitstellen. Das Geld soll unter anderem in Ausrüstung, Personal und Technik des Technischen Hilfswerks investiert werden. Morgen berät das Bundeskabinett über das Vorhaben des CSU-Politikers.
    Was genau bedeutet Bevölkerungsschutz, Zivilschutz, Katastrophenschutz - und was sind die Unterschiede?
    Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.