Krieg in der Ukraine
Russland reagiert skeptisch auf Waffenruhe-Angebot zu Ostern

Russland hat skeptisch auf das Angebot des ukrainischen Präsidenten Selenskyj reagiert, während der orthodoxen Oster-Feiern eine Waffenruhe einzuhalten. Selenskyj hofft unterdessen weiter auf Unterstützung der USA.

    Das Bild zeigt einen russischen Soldaten in einer von der Ukraine zurückeroberten Ortschaft in der Region Kursk. Zu sehen ist auch ein zerstörtes Kettenfahrzeug.
    Ein russischer Soldat steht in der zurückeroberten Ortschaft Pogrebki in der Region Kursk vor einem zerstörten Kettenfahrzeug. (picture alliance / dpa / Russian Defence Ministry / Russian Defence Ministry)
    Kreml-Sprecher Peskow erklärte, man habe dafür bisher keine detaillierten Vorschläge bekommen. Russland bevorzuge außerdem ein umfassendes Friedensabkommen und nicht nur einen vorübergehenden Waffenstillstand, sagte Peskow. Selenskyj bekräftigte sein Angebot. Bei einem Treffen mit EU-Außenministern erklärte er, die USA darum zu bitten, Russland einen Vorschlag für eine Waffenruhe zu übermitteln.
    Bei zeitweiligen Waffenruhen in der Vergangenheit hatten sich die Kriegsparteien immer wieder Verstöße vorgeworfen. Außerdem werfen sich beide Seiten vor, solche Phasen für die Neuaufstellung von Truppen und Wiederaufrüstung zu nutzen.
    Die EU-Außenminister hatten anlässlich des vierten Jahrestags der Befreiung von Butscha der ukrainischen Kleinstadt einen Solidaritätsbesuch abgestattet. Sie gedachten der Opfer des dortigen Massakers von 2022. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie, Russland für die Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Butscha war in den ersten Kriegstagen im Frühjahr 2022 von russischen Truppen besetzt worden. Nach der Befreiung durch die ukrainischen Streitkräfte wurden in den Straßen mehr als 400 getötete Zivilisten gefunden.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.