Sport am Wochenende 01.11.2020

Russlands Olympia-Sperre vor dem CASPro und Contra SportgerichtshofCaroline Bechtel im Gespräch mit Maximilian Rieger

Beitrag hören Die olympische und die russische Flagge nebeneinander bei den Winterspielen in Sotschi 2014. (AFP / Andrej Isakovic)Wann wird die russische Flagge wieder neben der olympischen zu sehen sein? (AFP / Andrej Isakovic)

Bleibt Russland für weitere drei Olympische Spiele und dutzende Großereignisse gesperrt? Darüber entscheidet nun der CAS. Die Unabhängigkeit des Sportgerichtshofs wird immer wieder kritisiert. Eine gerechte Entscheidungsfindung sei trotzdem möglich, sagte die Juristin Caroline Bechtel im Dlf.

Am 9. Dezember 2019 war es so weit: Die Welt-Antidoping-Agentur verhängte eine Sperre gegen Russland. Vier Jahre lang, so entschied die WADA, darf das Land nicht als Nation an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teilnehmen. Unter neutraler Flagge antreten dürfen lediglich russische Athletinnen und Athleten, die nachweisbar nicht vom Staatsdopingsystem profitiert haben. Gegen diese Sperre wehrt sich Russland - ob mit Erfolg oder nicht, das entscheidet ab Montag (2.11.) der internationale Sportgerichtshof CAS.

Ein unabhängiger, internationaler Sportgerichtshof, der alle rechtlichen Streitigkeiten entscheidet, die im Sport auftauchen – das soll der CAS sein. Gerade an der Unabhängigkeit zweifeln aber viele, unter anderem da der CAS vom IOC und den Sportverbänden finanziert wird.

Caroline Bechtel kann diese Kritik nachvollziehen. Der CAS habe "sicherlich auch Schwachpunkte", sagte die stellvertretende Institutsleiterin für Sportrecht an der Sporthochschule Köln in der Sendung "Sport am Sonntag". Eine gerechte Entscheidungsfindung sei in ihren Augen trotzdem möglich.

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