Debatte um Vetternwirtschaft
Sachsen-Anhalts CDU-Fraktionsvorsitzender Heuer beschäftigt Mutter von Rechnungshofpräsident

Nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft bei der AfD erreicht die Diskussion um mögliche Interessenkonflikte auch die CDU.

    Blick auf das Rednerpult im Plenarsaal des Landtages von Sachsen-Anhalt.
    Debatte um Vetternwirtschaft nun auch bei der CDU in Sachsen-Anhalt (Archivbild) (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)
    Wie der MDR berichtet, beschäftigt der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag in Sachsen-Anhalt, Heuer, die Mutter des Präsidenten des Landesrechnungshofs, Barthel. Heuer bestätigte die Beschäftigung, stritt jedoch ein Fehlverhalten ab. In einer gemeinsamen Erklärung mit Ministerpräsident Schulze heißt es, Frau Barthel sei bereits 2002 angestellt worden, zunächst bei anderen Abgeordneten. Zu diesem Zeitpunkt hätten weder Heuer noch der heutige Landesrechnungshof-Präsident politische Funktionen innegehabt. Gleichzeitig bestätigte Heuer, dass sich sein Wahlkreisbüro in einer Immobilie der Familie Barthel befindet. Der Rechnungshof ist unter anderem für die Überprüfung der Landtagsfraktionen zuständig. 
    In den vergangenen Wochen waren bereits bei der AfD zahlreiche Fälle bekannt geworden, in denen Parlamentarier Familienangehörige von anderen Politikern der Partei als Mitarbeiter beschäftigten.
    Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.