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StartseiteJazzFactsFarben, Formen, Zwischentöne21.01.2021

Saxofonistin Luise Volkmann Farben, Formen, Zwischentöne

Luise Volkmann kommt vom Punk, lernte Jazz und macht heute eigenständige Musik zwischen Form und Freiheit: mit Groove, Leidenschaft, Technik, aber kompromisslos und experimentierfreudig. Damit ist die 28-Jährige zur Hoffnungsträgerin des deutschen Jazz geworden.

Von Anja Buchmann

Porträtansicht einer jungen Frau mit brünettem, halblangem Haar und blauen Augen. Sie schaut dem Betrachter ernst ins Gesicht. i (Jürgen Volkmann)
Als Teenager organisierte sie Rock-Konzerte in ihrer ostwestfälischen Heimat Oerlinghausen: Luise Volkmann (Jürgen Volkmann)
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Luise Volkmanns zentrales Ensemble ist das zwölf-köpfige Été large. Für die Debütplatte komponierte sie facettenreiche Musik, die theatralische Elemente einsetzt und die Stimme einer klassischen Sängerin einbindet. Nachhaltig geprägt wurde die Saxofonistin dabei durch ihren mehrjährigen Studienaufenthalt in Paris. Deutlich rockiger als der Erstling klingt die 2020 veröffentlichte Aufnahme desselben Ensembles, mit der sich Volkmann auf den Sound der 68er-Generation bezieht. Zu ihren vielen weiteren Projekten gehören das Trio Autochrom (Saxofon, Bass, Schlagzeug), die wechselnd besetzten Ensembles LEONEsauvage und LEONEsurprise und ein Duo mit dem Kirchenorganisten Didier Matry. Für ihre Arbeit wurde die Wahlkölnerin mit dem Kathrin-Preis 2021 (Kathrin Lemke Scholarship for Young Jazz Improvisers) ausgezeichnet. Mal poetisch, mal tänzerisch, mal schreiend, geräuschhaft und laut: Luise Volkmann ist schwer zu fassen und gerade dadurch einzigartig.

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