Freitag, 12. August 2022

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Schwerpunktthema
Leistenbruch und Co.

Neun von zehn Leistenbruchpatienten sind männlich. Der Grund dafür ist die spezielle männliche Anatomie: In der Bauchmuskelwand findet sich eine Lücke, der Durchlass für den Samenstrang und Gefäße in Richtung Hodensack. Bei angeborener Bindegewebsschwäche kann sich diese Lücke im Laufe der Jahre weiten.

Von Christian Floto | 04.02.2014

    Oder durch große Belastung: Schweres Heben und Tragen, oder auch häufiges Husten. Irgendwann hält die Schwachstelle dem Druck der nach außen drängenden Organe nicht mehr stand und reißt ein. Es bildet sich ein Bruchsack, der sich nach außen wölbt.
    Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 250.000 Leistenbruch-Operationen durchgeführt. Der Leistenbruch ist die häufigste, aber nicht die einzige Hernien-Form: Bruchlücken können auch in der Bauchdecke, dem Zwerchfell, dem Schenkel oder dem Beckenboden entstehen.
    Studiogast:

    Privat-Dozent Dr. med. Uwe Wittel,
    Oberarzt und Leiter der Hernien-Ambulanz an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Universitätsklinik Freiburg