Nach Brandkatastrophe in der Schweiz
Schwierige Identifizierung der Opfer

In der Schweiz hat nach der Brandkatastrophe im Skiort Crans-Montana die Identifizierung der Opfer begonnen. Nach Angaben der Behörden sind die Leichen so ⁠stark verbrannt, dass ‌es Tage dauern könne, bis die Namen aller Opfer festgestellt seien. Experten nutzten dafür auch Zahn- und DNA-Proben. Man müsse sich "100-prozentig sicher" sein, bevor man die Familien informiere, hieß es weiter.

    Der Schweizer Bundespräsident Parmelin steht bei einer Pressekonferenz neben weiteren Vertretern von Politik und Behörden.
    Pressekonferenz der Behörden zum Feuer in Crans-Montana (Jean-Christophe Bott / KEYSTONE / dp )
    Unter den Opfern sollen sich auch ausländische Touristen befinden. In den Flammen waren etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Brand war aus noch ungeklärter Ursache während einer Silvesterfeier in einer beliebten Bar in den frühen Morgenstunden ausgebrochen. Berichten zufolge gibt es Hinweise, dass Lärmschutzmaterial durch brennende Wunderkerzen Feuer gefangen haben ⁠könnte. Am Abend legten zahlreiche Menschen Blumen vor der Bar ab und zündeten Kerzen für die Opfer an.

    Staatsoberhauopt bestürzt

    Der Schweizer Bundespräsident Parmelin sprach von einer der schlimmsten Tragödien in der Geschichte seines Landes. "Wir sind bestürzt." Er bedankte sich für das Engagement der Rettungskräfte und die Solidarität der Öffentlichkeit. Auch zahlreiche Länder hatten ihre Hilfe angeboten, darunter Italien, Frankreich und Deutschland.
    Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin heißt es, die deutsche Botschaft stehe mit den Schweizer Behörden in engem Kontakt. Bundeskanzler Merz schrieb in einem Kondolenztelegramm an den Schweizer Bundespräsidenten, "ich möchte Ihnen, dem schweizerischen Volk und den betroffenen Familien mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen, die von dieser Tragödie betroffen sind."
    Diese Nachricht wurde am 02.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.