Krieg gegen die Ukraine
Selenskyj bittet NATO-Generalsekretär Rutte um weitere Luftabwehrraketen - mindestens 17 Tote bei russischem Angriff

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat mit NATO-Generalsekretär Rutte über die Möglichkeit gesprochen, weitere Luftabwehrraketen zu beschaffen. Selenskyj schrieb auf X, es sei entscheidend, ⁠jegliche Bürokratie zu beseitigen und die erforderlichen politischen Entscheidungen zu treffen.

    Ein Man kehrt die Straße vor einer völlig zerstörten Lagerhalle.
    Kiew wurde erneut schwer von russischen Raketen getroffen. (AP Photo / Efrem Lukatsky / Efrem Lukatsky)
    Rutte erklärte ebenfalls auf X, er bespreche mit den Verbündeten, wie man der Ukraine weiterhin die Luftabwehrmittel beschaffen könne, die sie dringend benötige. Zuvor waren bei erneuten russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mindestens 17 Menschen getötet und dutzende verletzt worden.

    Von der Leyen kritisiert Russland: "schreckliche Gräueltaten"

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen verurteilte den Angriff. Sie schrieb auf X, die Attacken seien "schreckliche Gräueltaten". Russland müsse für die Zerstörung zahlen. Zugleich sicherte sie der Ukraine ihre Unterstützung zu.
    In Kiew war bei den Angriffen unter anderem ein 20-stöckiges Wohnhaus getroffen worden. Zudem wurden den Angaben zufolge mehrere Bürogebäude und Lagerhäuser beschädigt. Die russische Armee teilte zudem mit, drei Frachtschiffe nahe der ukrainischen Hafenstadt Odessa attackiert zu haben, die beschädigt worden seien.

    Erneute Angriffe auf Wildberries, das "russische Amazon"

    Auf russischer Seite wurde bei einem ukrainischen Drohnenangriff erneut ein Lagerhaus des Online-Händlers "Wildberries" getroffen. Das Gebäude in der Region von Tula stehe nach einem Drohnenangriff in Flammen, teilte der dortige Gouverneur mit. Auch zwei weitere Industriegebäude seien beschädigt worden.
    Die Ukraine wirft "Wildberries" vor, die russische Armee zu unterstützen. Hier erklären wir, was Wildberries ist und warum die Ukraine immer wieder Gebäude des Unternehmens angreift.
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.