Ukraine-Krieg
Selenskyj fordert Stärkung der Luftabwehr seines Landes

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die Verbündeten seines Landes vor Beginn der Genfer Gespräche über den US-Friedensplan zur weiteren Militärhilfe aufgerufen.

    Der ukrainische Präsident Wolodomir Selenskyj Zu Gast im Weißen Haus in Washington D.C. am 17. Oktober 2025. Mann mit braunen Haaren im Profil sitzt an einer Runde am Tisch.
    Nach dem ersten Schock über den US-Friedensplan folgen Verhandlungen nun mit hochrangigen Vertretern der Ukraine, Europas und den USA in Genf. Im Bild: Der ukrainische Präsident Wolodomir Selenskyj (Getty Images via AFP / ANDREW HARNIK)
    Zwar gebe es heute in der Schweiz Verhandlungen von Vertretern der USA, Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens. Aber parallel zum diplomatischen Weg müsse alles getan werden, um den Schutz der Ukraine vor russischen Angriffen zu verstärken, erklärte Selenskyj. Er hob dabei besonders die Flugabwehrsysteme hervor. In Genf berät eine von Außenminister Rubio angeführte US-Delegation mit Vertretern europäischer Staaten und der Ukraine über das weitere Vorgehen. Die Staats- und Regierungschefs der EU sowie Kanadas und Japans haben Änderungen am jüngsten Plan der USA zur Beendigung des Ukraine-Krieges verlangt.
    Der US-Außenminister wies den Vorwurf zurück, dass es sich bei dem Vorschlag Washingtons in Wahrheit um eine Art Wunschliste des Kremls handele. Am Rande des G20-Gipfels bekräftigten Bundeskanzler Merz und der kanadische Ministerpräsident Carney, dass jedes Abkommen Kiew direkt einbeziehen, seine grundlegenden Interessen schützen und konkrete Sicherheitsgarantien enthalten müsse.
    Diese Nachricht wurde am 23.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.