
Er dankte Deutschland zudem für weitere Hilfe bei der Luftverteidigung gegen russische Angriffe. Worin genau diese bestehe sagte er nicht. Dies solle für Russland "eine Überraschung" sein, erklärte Selenskyj. Zuvor hatte Bundesverteidigungsminister Pistorius betont, dass Deutschland von den Erfahrungen der Ukraine auf dem Gefechtsfeld profitieren könne. Das gelte insbesondere für die gemeinsame Entwicklung von Drohnen mit Reichweiten von bis zu 1.500 Kilometern. Pistorius fügte hinzu, es gebe im Bereich der weitreichenden Waffen Fähigkeitslücken der europäischen NATO-Länder.
Deutschland und die Ukraine hatten bei Regierungskonsultationen Mitte April eine engere Zusammenarbeit in der Verteidigung vereinbart. Vorgesehen ist unter anderem die Gründung von Joint Ventures zwischen deutschen und ukrainischen Unternehmen.
Pistorius spricht von möglichem Täuschungsmanöver mit Blick auf Putins Äußerungen zu einem möglichen Kriegsende
Zu den jüngsten Äußerungen des russischen Staatschefs Putin über ein nahendes Ende des Ukraine-Krieges sagte Pistorius, es handle sich um ein "mögliches Täuschungsmanöver". Es liege an Putin, diesen Krieg und den Terror zu beenden.
Der russische Präsident könnte seine Truppen abziehen oder zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen einladen. Stattdessen stelle er jedoch wie üblich Bedingungen. Der SPD-Politiker führte aus, Putin wolle offenbar mit seinem Vorgehen von eigener Schwäche ablenken, da seine Armee derzeit kaum Geländegewinne vorweisen könne. Putin hatte am Wochenende mit Blick auf den Krieg in der Ukraine gesagt, er glaube, dass sich - so wörtlich - die "Angelegenheit" dem Ende zuneige. Als bevorzugten Vermittler für Gespräche mit der EU brachte er den ehemaligen Bundeskanzler Schröder ins Spiel.
Diese Nachricht wurde am 12.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
