
Die US-Regierung drängt die Kriegsgegner Russland und Ukraine seit Monaten zu einer Friedenslösung. Moskau erhebt dabei unter anderem Anspruch auf das gesamte ostukrainische Gebiet Donezk, das es nur zu knapp 80 Prozent kontrolliert. Kiew lehnt einen freiwilligen Abzug bisher ab. Das benachbarte Gebiet Luhansk kontrollieren die russischen Truppen fast vollständig.
Uschakow: Kein dauerhafter Frieden ohne Lösung der Territorialfrage
Zu dieser Frage äußerte sich auch der außenpolitische Berater von Russlands Präsident Putin, Uschakow, nach Gesprächen der US-Unterhändler im Kreml. Ohne eine Lösung der Territorialfrage werde es keinen dauerhaften Frieden geben, sagte Uschakow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Und solange es keine Friedenslösung gebe, werde Russland die Kämpfe fortsetzen. Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion.
Die Ukraine ist in Abu Dhabi durch Chefunterhändler Umerow und Generalstabschef Gnatow vertreten. Die russische Delegation wird angeführt vom Chef des Militärgeheimdienstes, Kostjukow. Für die USA ist unter anderem der Sondergesandte Witkoff dort. Er und der weitere US-Gesandte Kushner hatten sich gestern mit Präsident Putin in Moskau getroffen. Dabei hatte Putin auf eine Regelung territorialer Fragen bestanden.
Berlin zweifelt an Moskaus Kompromissbereitschaft
Die Bundesregierung äußerte sich skeptisch zu den Gesprächen in Abu Dhabi. "Grundsätzlich begrüßen wir es erstmal, wenn es jetzt zu trilateralen Zusammenkünften kommt", sagte Vize-Regierungssprecher Meyer. Es bestünden aber weiterhin große Fragen dazu, inwieweit Russland bereit sei, von Maximalforderungen Abstand zu nehmen. Nichts wäre gewonnen, wenn ein Friedensschluss am Ende nur eine Atempause für Russland bedeuten würde, um dann zu einem späteren Zeitpunkt erneut Angriffe durchzuführen.
Diese Nachricht wurde am 23.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







