
Selenskyj erklärte, auch die Chefs einiger Strafverfolgungsbehörden sollten ausgetauscht werden. Er erwarte, dass das Parlament den Änderungen zustimme. Zur Begründung hieß es, die Ukraine sei dabei, ihre politische Strategie zu ändern. Details nannte er nicht.
Vor gut einem Jahr hatte Selenskyj die umfassende Kabinettsumbildung mit neuen Impulsen für die Konjunktur begründet. Swyrydenko war zuvor Wirtschaftsministerin der Ukraine.
Naftogaz-Chef wird als Nachfolger gehandelt
In ukrainischen Medien werden mehrere mögliche Kandidaten für den Posten an der Regierungsspitze genannt. Dazu zählt neben einigen Ministerin und anderen Politikern auch Sergii Koretskyi, der Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz. Laut der Zeitung "Ukrainska Pravda" fanden bereits entsprechende Gespräche statt.
Verhältnis zwischen Parlament und Regierung angespannt
Nach ukrainischem Recht bedarf der Rücktritt der Ministerpräsidentin der Zustimmung des Parlaments. Zwischen den Abgeordneten und der Regierung gilt das Verhältnis zunehmend als angespannt. Aus dem Parlament kam im Laufe des Jahres bereits Kritik an der Kommunikation von Entscheidungen und an der Besetzung von Ministerposten. In den vergangenen Jahren war das ukrainische Kabinett auch wegen Korruptionsvorwürfen umgebildet worden.
Diese Nachricht wurde am 13.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
