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Sibylle LewitscharoffDie Dresdner Rede im Wortlaut

Die "Dresdner Rede" der Schriftstellerin und Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff zu den Themen Tod und Sterben, Geburt, Reproduktionsmedizin und pränatale Diagnostik hat eine Welle der Kritik ausgelöst. Ihre Verbal-Attacke gegen die Fortpflanzungsmedizin mit Begriffen wie "abartig" und "widerwärtig" wurde als menschenverachtend in Ton und Gestus, als abwertend, ausgrenzend, ja rassistisch bewertet.

09.03.2014

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff am Rednerpult bei der Verleihung des Georg-Büchner-Preises.
Sibylle Lewitscharoff ist mit ihrer Aussage zu künstlich gezeugten Menschen zurückgerudert. (dpa picture alliance / Andre Hirtz)
Inzwischen hat sich Lewitscharoff vom Begriff "Halbwesen" für künstlich gezeugte Kinder distanziert und erklärt, sie wolle diesen Satz sehr gerne zurück nehmen. Doch die Rede, hochpersönlich einerseits, im Duktus ironisch und bewusst politisch unkorrekt andererseits, wirft viele Fragen auf, unter anderem die nach der Sprache eines Autors und der Realität und Wahrheit des Gemeinten. Die Rede wurde von Sibylle Lewitscharoff unter dem Titel "Von der Machbarkeit. Die wissenschaftliche Bestimmung über Geburt und Tod" am vorvergangenen Sonntag im Staatsschauspiel Dresden gehalten. Wir dokumentieren sie in gekürzter Fassung.