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Internationales Olympisches Kommitee
Simbabwes Sportministerin Coventry wird neue IOC-Präsidentin

Das Internationale Olympische Kommitee hat die Sportministerin von Simbabwe, Kirsty Coventry, zur neuen Präsidentin gewählt. Die 41-Jährige erhielt bei der Generalversammlung bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Coventry folgt auf den Deutschen Thomas Bach, der zwölf Jahre lang an der Spitze des IOC stand.

    Kirsty Coventry steht am Rednerpult, gestikuliert und lächelt.
    Kirsty Coventry wird neue Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Thanassis Stavrakis)
    Die frühere Top-Schwimmerin Kirsty Coventry galt als Wunschkandidatin Bachs. Sie will die Agenda-Reformen des scheidenden Präsidenten als erste Frau und erste Vertreterin aus Afrika an der Spitze der Dachorganisation fortsetzen. "Frauen sind bereit zu führen. Ich sehe dies als Chance, Schranken niederzureißen", sagte die 41-jährige Olympiasiegerin.

    Gegen sechs Mitbewerber durchgesetzt

    Coventry setzte sich gegen sechs Mitbewerber durch, unter anderem gegen den Briten Sebastian Coe. Der Leichtathletik-Olympiasieger von 1980 und 1984 war Parlamentsabgeordneter, beschaffte London die Sommerspiele 2012 und führt derzeit den Weltverband der Leichtathletik. Auch der Spanier Juan Antonio Samaranch jr. galt als aussichtsreich. Der 65-Jährige hat als Sohn eines früheren IOC-Präsidenten tiefe Einblicke in die Mechanismen des Ringe-Zirkels und ist bestens vernetzt.

    Coventry gewann bereits zwei Goldmedaillen

    Als Schwimmerin gewann Coventry bei Olympia zwei Goldmedaillen, nahm zwischen Sydney 2000 und Rio 2016 an fünf Sommerspielen teil. 2013 rückte sie zunächst als Athletenvertreterin ins IOC, 2018 auch ins Exekutivkomitee, wo unter Bach die maßgeblichen Entscheidungen getroffen wurden.

    Mehr Informationen:

    Wie wird man IOC-Präsidentin oder -Präsident?
    Diese Nachricht wurde am 20.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.