Nach Einreiseverbot
Somalischer Schiedsrichter bei Rückkehr in die Heimat gefeiert

Der somalische Fußballschiedsrichter Omar Artan ist bei der Rückkehr in seine Heimat begeistert empfangen worden. Ihm war die Einreise in die USA verweigert worden, wo er eigentlich bei der FIFA-Weltmeisterschaft zum Einsatz kommen sollte.

    Omar Artan wird bei seiner Ankunft in Mogadischu von vielen Menschen begrüßt.
    Der Schiedsrichter Omar Artan kehr nach Somalia zurück. (AP Photo / Farah Abdi Warsameh / Farah Abdi Warsameh)
    Am Flughafen von Mogadischu erwarteten zahlreiche Fans die Rückkehr des 34-Jährigen und jubelten ihm nach der Landung zu. Artan sagte, er sei nicht entmutigt und wolle bei der nächsten WM dabei sein, um "Somalia stolz" zu machen. Afrikas "Schiedsrichter des Jahres 2025" war vom Weltverband FIFA für die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada nominiert, am Flughafen von Miami aber von US-Behörden abgewiesen worden. Zur Begründung hieß es vom Außenministerium in Washington, Artan stehe "mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung". Somalias Regierung hatte sich nach Angaben des Sportministeriums vergeblich um eine Einigung auf diplomatischem Weg bemüht.
    DFB-Sportdirektor Rudi Völler verurteilte das Einreiseverbot und sagte, er hätte sich das "anders gewünscht". Auch Menschenrechtsorganisationen wie die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisierten das Einreiseverbot für den Schiedsrichter und für andere Sportler und Funktionäre.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.