Asien-Cup
Sorge um iranische Fußballerinnen in Australien

Die Sorge um die iranischen Fußball-Nationalspielerinnen, die sich nach ihrem Vorrunden-Aus bei der Asienmeisterschaft in Australien aufhalten, wächst. US-Präsident Trump forderte die australische Regierung jetzt auf, den Sportlerinnen Asyl zu gewähren.

    Spielerinnen der Islamischen Republik Iran während der iranischen Nationalhymne beim Spiel des Asien Cup zwischen Südkorea und dem Iran
    Irans Fußballerinnen schweigen bei der Nationalhymne. (Dave Hunt / AAP / dpa / Dave Hunt)
    Die iranischen Fußballerinnen hatten beim ersten Vorrundenspiel gegen Südkorea darauf verzichtet, die Nationalhymne zu singen. Im iranischen Staatsfernsehen waren sie daraufhin als "Kriegsverräterinnen" bezeichnet worden. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International warnen vor ernsthaften Konsequenzen für die Sportlerinnen. Inzwischen setzten sich fünf der Spielerinnen ab. Der TV-Sender CNN berichtete, sie hätten das Mannschaftshotel verlassen und Schutz bei der Polizei gesucht.
    Trump schrieb auf seiner Plattform, Australien begehe einen schweren humanitären Fehler, indem es zulasse, dass die Nationalmannschaft in den Iran zurückgeschickt werde, wo sie höchstwahrscheinlich getötet werde. Er forderte den Premierminister auf, den Spielerinnen Asyl zu gewähren und schrieb: "Die USA werden sie aufnehmen, wenn Sie es nicht tun". Trumps Post wurde vom offiziellen X-Account des Weißen Haus geteilt.
    Reza Pahlavi, der älteste Sohn des ehemaligen Schahs, mahnte Maßnahmen zum Schutz der Spielerinnen an. Pahlavi erklärte, sie stünden "unter erheblichem Druck und ständiger Bedrohung durch die Islamische Republik".
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    Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.