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Krankenhausreform
Sorge um kleine Kliniken im ländlichen Raum

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Lucha hat die von Experten vorgeschlagene Krankenhausreform verteidigt.

06.01.2023
    Auf der Intensivtherapie-Station (ITS) im Klinikum St. Georg sitzt eine Mitarbeiterin im Patientenzimmer an einem Computer.
    Seit gestern beraten Bund und Länder über die Krankenhausreform in Deutschland. (picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)
    Lucha sagte im Deutschlandfunk, die Vorschläge seien eine gute Grundlage. Darauf könne man die Gesundheitsversorgung nun bedarfsgenau weiterentwickeln. Die Sorge, dass durch die Maßnahmen kleinere Krankenhäuser auf dem Land aussterben könnten, teile er nicht. Schon jetzt gebe es eine Konzentration auf spezialisierte Kliniken, betonte der Grünen-Politiker. Trotzdem bleibe die Versorgung vor Ort wichtig.
    Bayerns Gesundheitsminister Holetschek hatte die Befürchtung geäußert, dass die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen unter der Reform leiden könne. Gerade Flächenländer stünden hier vor Problemen, betonte er CSU-Politiker. Die Krankenhausplanung müsse Kompetenz der Länder bleiben. Ähnlich äußerten sich auch die brandenburgische Gesundheitsministerin Nonnemacher und ihr Kollege Laumann aus Nordrhein-Westfalen.
    Das vollständige Interview mit Manfred Lucha können Sie hier nachlesen.
    Diese Nachricht wurde am 06.01.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.