Unruhen
Sorge vor Ausbrüchen von IS-Kämpfern in Syrien

Angesichts der Unruhen in Syrien wächst die Sorge vor Ausbrüchen von IS-Terroristen aus kurdischen Hafteinrichtungen.

    Ein vermummter Terrorist steht in Syrien mit einer Fahne der Terrororganisation IS in der Wüste.
    Ein vermummter Terrorist steht in Syrien mit einer Fahne der Terrororganisation IS in der Wüste. (Archivbild) (IMAGO / UIG)
    Nach Angaben der kurdischen Selbstverwaltung in Nordsyrien gab es bereits Ausbruchsversuche. In den von den dortigen Militärbündnissen kontrollierten Lagern werden Tausende IS-Leute aus verschiedenen Ländern festgehalten.
    Derweil rückte die Armee nach dem Rückzug der kurdisch dominierten Miliz "Demokratische Kräfte Syriens" (SDF) in Teile der Provinz Deir ez-Zor vor. Die Soldaten sollten das gestern vom Übergangspräsidenten al-Scharaa vorgestellte Abkommen zwischen dem Zentralstaat und der SDF-Führung absichern, hieß es in Damaskus. Es sieht eine Waffenruhe vor. Die kurdischen Kämpfer sollen sich aus allen Gebieten östlich des Euphrats zurückziehen und sich in die Armee des Landes integrieren. - Trotz des Abkommens meldeten beide Seiten heute weitere Kämpfe. Die syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, kurdische Kräfte hätten etwa Stellungen in der Nähe der Stadt Aleppo angegriffen. Drei Soldaten seien getötet worden.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.