
Es führe zu dem Eindruck, dass für Eliten andere Regeln gälten, sagte Hartmann im Deutschlandfunk. Zugleich betonte er, dass es sich bei Epsteins Netzwerk nicht um eine globale Verschwörung handele. Die Verbindungen seien alle entlang von Epsteins Berufsweg entstanden. Ungewöhnlich sei allerdings, dass hier die Sexualität und der Missbrauch von jungen Mädchen so sehr im Mittelpunkt gestanden hätten. Dass Epsteins Machenschaften nicht früher aufgedeckt worden seien, liege daran, dass neue Mitglieder in solchen Elitenetzwerken über Bürgschaften eingeführt würden, erklärte der Soziologe. Mitglieder stünden für die Zuverlässigkeit neuer Mitglieder ein und schotteten das Netzwerk damit nach außen ab. Beim ersten Missbrauchsurteil gegen Epstein habe man sehen können, dass im Hintergrund darauf gedrängt worden sei, das Verfahren möglichst schnell zu beenden.
Diese Nachricht wurde am 07.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




