
So gebe es inzwischen eine nationale Wasserstrategie und ein Informationssystem für Niedrigwasser, erläuterte Lorenz. Er sieht nicht alleine den Klimawandel als Ursache: "Knappheit hat auch immer etwas mit Regulierung zu tun". Es gehe um ökonomische Fragen. "Flächenversiegelung spielt eine Rolle oder die Schadstoffbelastung. Wenn Wasser mit Nitraten belastet ist, kann man es eben nicht als Trinkwasser nutzen."
Weil Wasser ein so grundlegendes Thema ist, verweist der Soziologe auf viele verschiedene Themenfelder, die problematisch werden könnten. Als Beispiel nannte er die Be- und Entwässerung in der Landwirtschaft. In den Städten "spielt die Trinkwasser- aber auch die Nutzwasserversorgung eine große Rolle, auch von Industrien". Zudem benötige man in den fossilen Energiewirtschaften viel Wasser zum Kühlen." Das alles müsse berücksichtigt werden.
Lorenz: Gewohnheiten bei Wasserverbrauch im Vordergrund
Nach Einschätzung von Lorenz stehen bislang eher die Gewohnheiten der Menschen beim Wasserverbrauch im Vordergrund, nicht so sehr der Preis. Für die einen sei Sauberkeit wichtig, andere wiederum achteten bewusst auf Sparsamkeit. Wasser sei nicht sehr teuer. Wenn es das aber eines Tages würde, werde das im Verbrauch der Menschen eine Rolle spielen.
Lorenz erforscht an der Universität in Jena unter anderem den Wasserverbrauch in deutschen Haushalten.
Diese Nachricht wurde am 19.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




