Nach Migrationskrise
Spanien weist marokkanische Ansprüche auf Ceuta und Melilla zurück

Die spanische Regierung hat erneut bekräftigt, dass der Status der Exklaven Ceuta und Melilla nicht zur Disposition steht.

    Spaniens Verteidigungsministerin Robles steht zwischen zwei Soldaten und gibt ein Statement ab.
    Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles in Ceuta (IMAGO / Europa Press / IMAGO / Gabriela Sardá Núñez)
    Verteidigungsministerin Robles sagte in Ceuta, die Exklaven seien durch und durch spanisch. Ein Angriff auf Ceuta und Melilla sei immer auch ein Angriff auf das gesamte Spanien. Damit reagierte Robles auf gestrige Äußerungen des marokkanischen Justizministers Ouahbi nach der Massenankunft von Migranten Ende Juli. Ouahbi hatte im marrokanischen Fernsehen die Ansprüche seines Landes auf die beiden Städte betont. Er sagte, man habe die Frage nach dem Status der Städte stets in ⁠Verhandlungen mit Spanien zur Sprache gebracht.
    Ceuta und Melilla unterstehen bereits seit Jahrhunderten den Spaniern. Die heutigen Grenzen wurden 1860 nach dem Spanisch-Marokkanischen Krieg festgelegt. Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien im Jahr 1956 betrachtet Marokko Ceuta und Melilla als von Spanien besetzt.
    Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.