
Er sagte im Deutschlandfunk, US-Präsident Trump und Israels Ministerpräsident Netanjahu verfolgten keine abgestimmte Strategie. Beide widersprächen sich zudem teils öffentlich darin, was sie mit ihren Kampfhandlungen erreichen wollten. Ahmetovic betonte, der Krieg sei völkerrechtswidrig und nicht im Interesse Europas und Deutschlands. Schon jetzt seien mehrere umliegende Länder mit in die Kampfhandlungen einbezogen worden; es bestehe die Gefahr eines Flächenbrands im Nahen und Mittleren Osten. Mit Blick auf die Türkei und Zypern sagte Ahmetovic, die Sicherheit der beiden Staaten sei für den weiteren Verlauf des Engagements der europäischen NATO-Partner entscheidend. Die EU müsse jeden Tag sowohl die Golfstaaten, als auch die Türkei konsultieren, um zügig zu deeskalieren. Man müsse klarmachen, dass man nicht zulasse, dass EU- und NATO-Partner angegriffen werden.
Am Montag hatte das Verteidigungsministerium in Ankara zum zweiten Mal den Abschuss einer aus dem Iran in Richtung der Türkei abgefeuerten Rakete gemeldet. Einen ähnlichen Vorfall hatte es bereits in der vergangenen Woche gegeben. Vor einigen Tagen hatte es zudem Drohnenangriffe auf eine britische Militärbasis auf Zypern gegeben. Daraufhin verstärkten mehrere NATO- und EU-Staaten ihre militärische Präsenz in der Region.
Diese Nachricht wurde am 11.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
