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StartseiteSport AktuellÖffentlich oder nicht?31.01.2018

Sportausschuss Öffentlich oder nicht?

Am Mittwoch ist der Sportausschuss zur konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Dagmar Freitag von der SPD ist erneut die Vorsitzende. Doch alles dreht sich um die Frage, ob der Ausschuss weiter hinter verschlossenen Türen tagen will.

Von Robert Kempe

Zu einer Sondersitzung ist am 02.09.2013 im Marie-Elisabeth- Lüders-Haus in Berlin der Sportausschuss zusammen gekommen.  (picture alliance 7 dpa / Rainer Jensen)
Der Sportausschuss diskutiert gerne unter Ausschluss der Öffentlichkeit - wird es dabei bleiben? (picture alliance 7 dpa / Rainer Jensen)
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Die erste Entscheidung des Ausschusses, ist eine immer Wiederkehrende. Wird der Ausschuss in dieser Legislaturperiode in öffentlichen Sitzungen tagen? Zur Erinnerung 2011 hatten die Sportpolitiker keine Lust mehr sich vom Wahlvolk auf die Finger schauen zu lassen. Wegen zu kritischer Medienberichterstattung schloss man den Bürger aus.

Das muss sich ändern, fordert André Hahn von der Linkspartei: "Wir sind grundsätzlich für Transparenz und sind gerade der Auffassung, dass der Sportausschuss auch überparteilich agieren kann in vielen Fragen auch wenn es Differenzen gibt, aber es ist ein großes öffentliches Interesse da. Deshalb sollte der Sportausschuss öffentlich tagen."

André Hahn, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion am 15.10.2015 im Paul-Löbe-Haus in Berlin vor einer Sitzung des NSA-Untersuchungsausschusses in Berlin. (dpa / picture-alliance / Kay NIetfeld)André Hahn, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion (dpa / picture-alliance / Kay NIetfeld)

Ringen um die Öffentlichkeit

Dagmar Freitag, zum dritten Mal in Folge Ausschussvorsitzende, hatte zuletzt betont, sich für Öffentlichkeit einzusetzen. Die SPD-Politikerin klingt aber jetzt wenig optimistisch. "Ich persönlich habe das meinem parlamentarischen Geschäftsführer noch einmal mit auf den Weg gegeben nach Lösungen zu suchen, ob Ausschüsse auch öffentlich tagen können. Nach allem, was ich weiß, besteht zumindest aber bei Union nach wie vor dazu wenig Bereitschaft."

Die Sportausschussvorsitzende im Deutschen Bundestag, Dagmar Freitag (SPD) (dpa / picture-alliance / Gregor Fischer)Die Sportausschussvorsitzende im Deutschen Bundestag, Dagmar Freitag (SPD) (dpa / picture-alliance / Gregor Fischer)

In der letzten Legislaturperiode folgten die Sozialdemokraten in den Abstimmungen immer der Linie des Koalitionspartners. Die Türen des Ausschusses blieben verschlossen. Der sportpolitische Sprecher der Union, Eberhard Gienger, betont, dass der Bürger bei den Sitzungen weiterhin nicht erwünscht ist.

"Weil wir uns an die Geschäftsordnung halten wollen, zum einen. Zum anderen haben wir schon Erfahrung mit Öffentlichkeit. Ich glaube, wir arbeiten sehr viel konstruktiver zusammen, wenn wir unter uns debattieren können und die Öffentlichkeit dann im Plenum durchführen."

Die Abstimmung darüber soll in der nächsten Ausschusssitzung stattfinden.

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