Serbien
Sprengstofffund an Gas-Pipeline nach Ungarn wird zum Politikum

In Serbien ist nach Angaben von Präsident Vucic an einer Gas-Pipeline nach Ungarn Sprengstoff entdeckt worden.

    Der serbische Präsident Aleksandar Vucic spricht während einer Pressekonferenz am 06.04.2025 in Belgrad.
    Der serbische Präsident Vucic meldet den Fund von Sprengstoff an einer Gaspipeline nach Ungarn. (picture alliance / Anadolu / Filip Stevanovic)
    Vucic teilte auf Instagram mit, er habe darüber den ungarischen Ministerpräsidenten Orban informiert. Der Sprengstoff nebst Zündschnüren sei in der Nähe der Ortschaft Velebit an der Grenze zu Ungarn gefunden worden. Die Ermittlungen würden andauern. Orban sagte nach einer Krisensitzung des Verteidigungsrats in Budapest, er verdächtige die Ukraine, einen Sabotageakt vorbereitet zu haben. Die Führung in Kiew wies den Vorwurf zurück. Es handele sich wahrscheinlich um eine russische Operation unter falscher Flagge.
    Ähnliche Vermutungen über eine Inszenierung zur Beeinflussung der Parlamentswahl äußerten ungarische Sicherheitsexperten. Nächste Woche Sonntag wird in Ungarn gewählt. Orban liegt in Umfragen hinter seinem Herausforderer Magyar zurück.
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    Diese Nachricht wurde am 05.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.