Freitag, 16.11.2018
 
Seit 15:50 Uhr Schalom
StartseiteSternzeitIndien greift nach dem Mond22.10.2018

Start von Chandrayaan-1Indien greift nach dem Mond

Viele Jahre hindurch waren Raumfahrt-Missionen zum Mond den beiden großen Akteuren USA und Sowjetunion vorbehalten. Rund einhundert Sonden und bemannte Raumschiffe brachten beide Nationen nach Sputnik eins auf den Weg. Unterdessen entbrannte in Asien ein zweiter Wettlauf zum Mond: zwischen China und Indien.

Von Hermann-Michael Hahn

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Diese Aufnahme der indischen Mondsonde Chandrayaan-1 zeigt in Blau Wasser- und Hydroxyl-haltige Bodenregionen im Bereich der beiden Mondpole sowie in Rot die Verteilung des eisenhaltigen Minerals Pyroxen (NASA)
Diese Aufnahme der indischen Mondsonde Chandrayaan-1 zeigt in Blau Wasser- und Hydroxyl-haltige Bodenregionen im Bereich der beiden Mondpole sowie in Rot die Verteilung des eisenhaltigen Minerals Pyroxen (NASA)
  • E-Mail
  • Teilen
  • Tweet
  • Drucken
  • Podcast

Viele Jahre hindurch waren Raumfahrt-Missionen zum Mond den beiden großen Akteuren USA und Sowjetunion vorbehalten. In den ersten zwei Jahrzehnten nach Sputnik eins brachten beide Nationen insgesamt rund einhundert Sonden oder auch bemannte Raumschiffe zur Erforschung des Erdtrabanten auf den Weg.

Doch längst nicht jeder Start war erfolgreich, und nicht jede Sonde erreichte ihr Ziel. Anschließend folgte eine längere Pause, die 1990 von der japanischen Mondsonde Hiten beendet wurde.

2003 folgten auch die Europäer mit einer eigenen Mondsonde, die von einem elektrischen Triebwerk angetrieben wurde. SMART-1 erreichte den Erdtrabanten nach einer Flugzeit von fast vierzehn Monaten.

Indien und China schicken bald weitere Raumsonden zum Mond  (NASA)Indien und China schicken bald weitere Raumsonden zum Mond (NASA)

Unterdessen entbrannte in Asien ein zweiter Wettlauf zum Mond, ausgetragen zwischen China und Indien. Schließlich hatten die Chinesen die Nase vorn – sie starteten ihre erste Mondsonde Chang’e-1 im Oktober 2007.

Fast auf den Tag genau ein Jahr später, heute vor zehn Jahren, stieg auch vom Satish Dhawan Space Centre an der Südostküste Indiens eine Rakete mit einer Mondsonde in den Himmel.

Chandrayaan-1, zu deutsch "Mondfahrzeug", erreichte nach fünf Tagen die angestrebte Umlaufbahn um den Mond und arbeitete elf Monate hindurch erfolgreich, ehe der Funkkontakt abriss.

Im März vergangenen Jahres hat die NASA die verschollen geglaubte indische Mondsonde mit der als Radaranlage genutzten 70-Meter-Antenne von Goldstone wieder aufgespürt: Chandrayaan-1 kreist stumm um den Mond.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk