
Steinmeier sagte der Wochenzeitung "Die Zeit", er wisse, dass viele Digitalexperten meinten, man solle bloß die Finger von einem Verbot lassen. Aber diese Empfehlung überzeuge ihn nicht mehr. Die Gefahren für Kinder und Jugendliche seien zu groß. Regellosigkeit führe zu Gefährdungen für das soziale Miteinander und für die Demokratie. Keinesfalls dürften Eltern und Lehrer mit dieser riesigen Verantwortung alleingelassen werden, warnte Steinmeier.
Der Deutsche Kinderschutzbund hatte sichgegen ein Social-Media-Verbot ausgesproche. Kinder und Jugendliche müssten zur Nutzung entsprechender Angeboten befähigt werden. Zudem gebe es zahlreiche positive Aspekte der Social-Media-Nutzung. Ablehnend äußerten sich auch das Deutsche Kinderhilfswerk und der AWO Bundesverband. Von UNICEF Deutschland hieß es, entscheidend sei, dass der digitale Raum für Kinder und Jugendliche sicher gestaltet und die Medienkompetenz aller Altersklassen gezielt gefördert werde.
Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
