
Bei einer Veranstaltung zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin sagte Steinmeier, die Welt in den Köpfen müsse neu kartographiert werden. Deutschlands Außenpolitik müsse pragmatischer und schlagkräftiger werden - ohne dabei das Völkerrecht zu missachten.
Mehrere Konstanten der deutschen Außenpolitik seien zuletzt verschwunden, erklärte der Bundespräsident. So habe Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Prinzipien der europäischen Sicherheitsordnung gebrochen. Nicht weniger tiefgreifend sei der Bruch im Verhältnis zu den USA seit Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Trump. Ein Zurück zum Zustand davor werde es in beiden Fällen nicht geben. Deutschland und Europa müssten auf diesen "doppelten Epochenbruch" reagieren und sich von Russland und den USA unabhängiger machen.
Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
