Montag, 06. Februar 2023

Neue Version des Internets aus dem All
Elon Musk und seine V2

Als SpaceX vor einigen Jahren seine Dragon-Kapsel präsentierte, die statt Fracht Menschen ins All tragen sollte, trug die zunächst den Namen Dragon V2. Jetzt verkündete Elon Musk, im kommenden Jahr gehe es mit Starlink V2 los.

Von Dirk Lorenzen | 28.11.2022

Elon Musk stellt sein Starlink-Programm per Videokonferenz vor
In einem Video äußert sich sich Elon Musk zu den geplanten Neuerungen für sein Starlink-Programm (picture alliance / NurPhoto / Joan Cros)
Bei Starlink – dem Satelliten-Netz für Internet-Verbindungen an jedem Ort – setzt er bei der zweiten Version auf stärker strahlende Satelliten. Dann soll das Signal auch direkt von üblichen Mobiltelefonen zu empfangen sein. Bisher ist für Starlink-Verbindungen noch ein spezielles Empfangsterminal nötig.

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Der Begriff V2 für „Version Two“ ist aber – hanseatisch formuliert – unglücklich. Natürlich will Elon Musk seine Unternehmungen in keinen Bezug zur Raketenwaffe V2 im Dritten Reich stellen.

Die V2-Rakete wurde von Hitler im Zweiten Weltkrieg eingesetzt

Aber entweder kennt der Unternehmer die Geschichte der Raumfahrt nicht, oder sie kümmert ihn nicht. Die Bezeichnung V2 ist untrennbar mit der Waffe verbunden, die das Team um Wernher von Braun entwickelt hat.
Für den Bau der V2 schufteten Zehntausende Zwangsarbeiter in Peenemünde und in den Stollen des Mittelwerks in Nordhausen. Mindestens 20.000 Menschen wurden dabei ermordet.
Die mit V2-Raketen abgefeuerten Bomben töteten Tausende Menschen in London und anderen Orten. Die V2 hat wenig mit Raumfahrt zu tun, sondern vor allem mit Barbarei.
Vielleicht besucht Elon Musk bei seinen Deutschlandreisen mal die Gedenkstätte des KZ Mittelbau-Dora in Nordhausen. Das ist ein guter Ort, um mögliche Reste von V2-Peenemünde-Romantik loszuwerden.

Bericht über die neue Version von Starlink
Wernher von Braun und die V2-Raketenwaffe