Montag, 27. Juni 2022

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Stockender Reformprozess
IAAF übt Kritik an Russland

Eine Teilnahme Russlands bei der Leichtathletik-WM in London bleibt weiter unwahrscheinlich. Das stellte Sebastian Coe, Präsident des Weltverbandes IAAF, bei einer Pressekonferenz in London klar. Es gebe bei der Aufarbeitung des Doping-Skandals bisher nur "kleine Fortschritte".

13.04.2017

IAAF Präsident Sebastian Coe bei einem Council-Meeting im Februar 2017.
IAAF Präsident Sebastian Coe bei einem Council-Meeting im Februar 2017. (imago )
Die Taskforce des Weltverbandes habe in ihrem neuen Bericht dem IAAF-Council noch von zahlreichen Mängeln berichtet, sagte IAAF-Präsident Coe. Die Entscheidungsträger seien "enttäuscht und besorgt" angesichts des geringen Fortschritts in Russland.
Nach den Enthüllungen über systematisches Doping war die Russian Athletics Federation (RusAF) im November 2015 gesperrt worden. Das Aus für die WM in London im August galt schon nach der Council-Sitzung im Februar als sicher.
Kaum Fortschritte
Seither habe es kaum nennenswerte Entwicklungen gegeben, so Coe. Das Council hatte zuletzt einen Fahrplan entworfen, nach dem Russland wieder in die IAAF aufgenommen werden könnte. Die Vorgaben von sechs Meilensteinen an den Russischen Leichtathletik-Verband RusAF - unter anderem Dopingtests ohne weitere Vorfälle - seien noch nicht erfüllt, sagte Taskforce-Mitglied Geoff Gardener.
Es liege nun an den Russen, wann sie zurückkehren können, teilte Coe mit: "Wir haben eine Verantwortung für alle Athleten auf der Welt."