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Leichtathletik
Weltverband geht auf russische Sportler zu

Russland wurde in zwei Berichten des Wada-Ermittlers Richard McLaren staatliches systematisches Doping nachgewiesen. Nun will der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) sauberen russischen Athleten Wege eröffnen, unter neutraler Flagge an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen.

Von Victoria Reith | 03.01.2017

Die russische Hochspringerin Yevgenia Fedotova bei einem russischen Leichtathletik-Wettkampf in Moskau im Februar 2016.
Die russische Hochspringerin Yevgenia Fedotova bei einem russischen Leichtathletik-Wettkampf in Moskau im Februar 2016. (picture alliance/dpa - Mikhail Japaridze)
Damit sie an internationalen Wettkämpfen teilnehmen dürfen, unter neutraler Flagge, müssen die russischen Leichtathleten nachweisen, dass sie weder wissentlich noch unwissentlich in das staatliche Doping-System verwickelt waren.
Bedingung für den Start ist laut Weltverband IAAF, dass die Sportler nicht von Trainern oder Ärzten betreut wurden, denen Verstöße gegen Doping-Richtlinien vorgeworfen werden. Zudem müssen sie eine ausreichende Zahl von Urin- und Blutproben nachweisen.
50 bis 60 russische Athleten könnten dann womöglich den neutralen Status erlangen - und an der Hallen-EM im März und der WM im August teilnehmen, auch wenn der russische Verband immer noch gesperrt sein sollte.