Widerstand
Streik in Grenzstädten Israels aus Protest gegen Waffenruhe mit Libanon

In mehreren israelischen Städten gibt es Widerstand gegen die seit Freitag geltende Waffenruhe mit dem Libanon.

    Israel, Moshav Avivim: Nach Artilleriebeschuss durch die israelische Armee steigt von einem Hügel eines südlibanesischen Dorfes Rauch auf, der vom israelischen Moshav Avivim im Norden Israels an der Grenze zum Libanon aus gesehen wird.
    In Israel gibt es Proteste gegen die Waffenruhe mit dem Libanon. (Ayal Margolin / Jini via XinHua / dp / Ayal Margolin)
    In Kiriat Schmona im Norden Israels traten Einwohner in einen Streik. Wie der staatliche Sender Kan berichtete, blieben die Stadtverwaltung und Bildungseinrichtungen geschlossen. Auch in Jerusalem waren Proteste geplant. Die Initiatoren halten die aktuelle Waffenruhe für gefährlich, weil die libanesische Hisbollah nicht vollständig entwaffnet wurde. Die Raketen der Miliz seien für die israelische Bevölkerung weiterhin eine Bedrohung.
    Seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 ist Kiriat Schmona mehrfach von der Hisbollah beschossen worden. Etwa 24.000 Einwohner haben die Stadt deswegen verlassen. Viele Israelis werfen Ministerpräsident Netanjahu vor, er habe sich die Waffenruhe mit dem Libanon von US-Präsident Trump aufzwingen lassen.
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    Diese Nachricht wurde am 19.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.