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Europäische Union
Streit um Freigabe von EU-Geldern an Ungarn

Der Streit zwischen dem Europaparlament und der EU-Kommission um die Freigabe von Milliarden-Hilfen an Ungarn wird schärfer.

    Der ungarische Präsident Viktor Orbán nimmt an einen Gipfel der EU-Staatspräsidenten in Brüssel teil.
    Streit in der EU um Freigabe an Gelder an Ungarn. (IMAGO / Nicolas Economou)
    Nach ARD-Informationen einigten sich die Fraktionen von Konservativen, Sozialdemokraten, Liberalen, Grünen und Linken darauf, eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Kommission auf den Weg zu bringen. Über eine entsprechende Resolution soll am Donnerstag im Plenum abgestimmt werden.
    Hintergrund ist, dass die Kommission kurz vor Weihnachten rund zehn Milliarden Euro für Ungarn freigegeben hatte, obwohl weiterhin Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit in dem Land bestehen. Abgeordnete hatten diese Entscheidung parteiübergreifend kritisiert und Kommissionschefin von der Leyen vorgeworfen, dass sie sich damit die Unterstützung von Ungarns Regierungschef Orban für wichtige Entscheidungen sichern habe wollen - zum Beispiel für weitere Ukraine-Hilfen.

    Weiterführende Informationen

    In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen.
    Diese Nachricht wurde am 16.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.