
Laut den Wirtschaftsforschern lag die Gewinnmarge für einen Liter Superbenzin in den zwei Wochen nach Einführung der Regel um sechs Cent höher als in den zwei Wochen davor. Auch bei den Gewinnen für Diesel gehen die Forschenden von höheren Margen aus. Diese ließen sich aber nicht belastbar benennen, da die Diesel-Preise im Untersuchungszeitraum zu stark geschwankt hätten, hieß es.
Je nach Region und Unternehmensgröße unterschieden sich die zusätzlich generierten Gewinne deutlich. So hätten vor allem kleinere Tankstellen höhere Margen mitgenommen. Die Forschenden vermuten, dass große Ketten eher kartellrechtliche Prüfungen fürchten. Die Untersuchung wurde vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung sowie vom Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie durchgeführt.
Die 12-Uhr-Regel war am 1. April eingeführt worden und erlaubt nur noch einmal täglich die Erhöhung der Treibstoffpreise an deutschen Tankstellen. Ziel waren geringere Preise und mehr Transparenz.
Diese Nachricht wurde am 26.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



