Samstag, 13. April 2024

Archiv

Studie zur Vorweihnachtszeit
"Weihnachten ist ein kritisches Lebensereignis"

Besinnlich soll es sein, ruhig und harmonisch: Die kulturell geprägten Vorstellungen von Weihnachten stehen im starken Kontrast zur Realität der Vorweihnachtszeit, sagte der Soziologe Michael Mutz im DLF. Stattdessen sei der Mensch in dieser Zeit häufiger gestresst und weniger zufrieden als sonst.

Michael Mutz im Gespräch mit Arndt Reuning | 23.12.2015
    Links im Vordergrund ein Weihnachtsbaum, neben dem eine Frau mit einer Einkaufstüte entlang geht.
    Hektik und Stress bestimmen bei den meisten Menschen die Vorweihnachtszeit und haben negative Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden. (dpa/picture alliance/Bernd von Jutrczenka)
    Rummel, Trubel und der Konsummarathon bestimmen die Zeit vor Weihnachten und führen dazu, dass die Menschen sich häufig niedergeschlagen, gehetzt, traurig oder einsam fühlen und generell weniger zufrieden mit ihrem Leben sind, erklärte der Wissenschaftler von der Georg-August-Universität in Göttingen im Interview mit dem Deutschlandfunk.
    Ausgenommen davon seien jedoch religiöse Christen. Dies könne damit zusammenhängen, dass sie Weihnachten weniger materialistisch und konsumorientiert feiern, so Mutz. Seine Studie basierte auf den Ergebnissen einer Bevölkerungsumfrage in europäischen Ländern aus dem Jahr 2012.
    Das Gespräch können Sie mindestens fünf Monate lang als Audio-on-demand abrufen