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Krieg im Nahen Osten
Südafrika wirft Israel vor IGH "Völkermord" vor

Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag hat Südafrika beantragt, dass Israel angewiesen wird, seinen Militäreinsatz im Gazastreifen einzustellen.

    Zu sehen ist der Friedenspalast in Den Haag, der Sitz des Internationalen Gerichtshofs.
    Der Friedenspalast in Den Haag ist Sitz des Internationalen Gerichtshofs. (imago / imagebroker)
    In dem Antrag wirft Südafrika Israel "Völkermord" vor. Ziel der Angriffe sei - so wörtlich - Palästinenser als Teil einer Volksgruppe zu vernichten. Das israelische Außenministerium warf Südafrika als Reaktion vor, mit der Terrororganisation Hamas zu kollaborieren. Die Bevölkerung des Gazastreifen sei nicht der Feind Israels.
    Der Internationale Gerichtshof in Den Haag ist das oberste Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen. Er steht ausschließlich UNO-Mitgliedsstaaten offen sowie Ländern, die den Gerichtshof anerkennen.
    Die Einsätze der israelischen Armee wurden unterdessen in der Gegend um die Stadt Chan Junis im Süden des Gazastreifens ausgeweitet. Ein Armee-Sprecher sagte, Soldaten hätten dort und auch im nördlichen Gazastreifen zahlreiche Terroristen getötet.

    Weiterführende Informationen

    Über die Entwicklungen im Nahen Osten halten wir Sie auch in einem Nachrichtenblog auf dem Laufenden.
    Diese Nachricht wurde am 29.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.