Sonntag, 02. Oktober 2022

Syrien-Konflikt
Französische Kampfflugzeuge bombardieren IS-Miliz

Die französische Luftwaffe hat erstmals Angriffe gegen Stellungen der IS-Terrormiliz in Syrien geflogen. Das Präsidialamt in Paris teilte mit, der Einsatz sei mit den Partnern in der Region koordiniert worden.

27.09.2015

    Französische Kampflieger des Typs Mirage 2000D über Mali ( 13.01.2013).
    Französische Kampflieger des Typs Mirage 2000D über Mali ( 13.01.2013). (dpa / picture alliance / ABACA)
    Kampfflugzeuge hätten die Miliz bombardiert, teilte das Präsidialamt in Paris am Sonntag mit. Der Einsatz sei "in Koordination mit unseren Partnern in der Region erfolgt" und beweise die Entschlossenheit, "gegen die terroristische Bedrohung" durch die IS-Miliz zu kämpfen, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. Grundlage der Angriffe sollen Informationen gewesen, die die Luftwaffe bei ihren Aufklärungsflügen in den vergangenen Woche gesammelt habe.
    Koalition gegen IS-Miliz
    Präsident François Hollande hatte Anfang September die Aufnahme von Aufklärungsflügen angekündigt, um Luftangriffe auf die Dschihadisten in Syrien zu ermöglichen. Ende August hatte auch Großbritannien erstmals Angriffe auf die Extremisten in Syrien geflogen. Beide Länder hatten sich zuvor nur im Irak an der von den USA angeführte Koalition gegen die IS-Miliz beteiligt und scheuten eigentlich eine Intervention im Bürgerkrieg in Syrien. Da es bisher aber nicht gelang, die Terrormiliz IS spürbar zu schwächen, entschlossen sich beide Länder, ihren Einsatz auszuweiten. Große Teile Syriens und des benachbarten Irak sind inzwischen unter der Kontrolle der Miliz.
    (tzi/tgs)