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StartseiteDossierBürger gegen Bürger15.08.2014

TagebauBürger gegen Bürger

Die Braunkohle spaltet die Lausitz

Umweltaktivist, Greenpeace – das können auch in den von vorrückenden Abraumbaggern bedrohten Regionen der Lausitz Reizworte sein. Adrian Rinnert ist so einer: aus Berlin zugezogen, um die Stille zu genießen. Arbeit ist ihm nicht so wichtig.

Von Manuel Waltz

Braunkohletagebau Welzow-Sued (picture-alliance / dpa-zb / Andreas Franke)
Bürger dieser Region stehen sich verbissen gegenüber, geteilt in Befürworter und Gegner der Braunkohle. (picture-alliance / dpa-zb / Andreas Franke)

Wichtiger sind ihm die alten Wälder, die der Braunkohle weichen sollen, die malerischen Flüsse, die durch Tagebaue sauer werden und sich rot färben. Für Wolfgang Rupieper aber ist das ein angemessener Preis, den die Lausitz ja schließlich schon seit 150 Jahren zahlt, man hat sich daran gewöhnt. Der Preis für Arbeitsplätze in dieser strukturschwachen Gegend, für Wohlstand in einem Industrieland. Er kämpft mit seinem Verein Pro Lausitz für die Braunkohle und gegen Rinnert.

So wie die beiden stehen sich die Bürger dieser Region verbissen gegenüber, geteilt in Befürworter und Gegner der Braunkohle. Wobei die Befürworter sich nicht nur vom Energieriesen Vattenfall, sondern auch von den Landespolitikern in Sachsen und Bandenburg geschützt sehen – die Gegner hoffen auf den Protest der sorbischen Bevölkerung und die Unterstützung einer internationalen Anti-Kohle-Bewegung.

Produktion: DLF 2014

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