Nordirland
Tatverdächtiger nach Messerangriff in Belfast in Untersuchungshaft - Starmer kündigt harten Kurs gegen Ausschreitungen an

Nach dem Messerangriff im nordirischen Belfast ist gegen den 30-jährigen Tatverdächtigen Untersuchungshaft angeordnet worden. Dem Mann aus dem Sudan wird versuchter Mord vorgeworfen. Der Fall hat massive rassistisch motivierte Ausschreitungen ausgelöst. Premierminister Starmer verurteilte die Gewalt.

    Ein Mann überquert in Belfast eine Straße. Dort stehen ausgebrannte PKW und Häuser.
    Nach dem Messerangriff in Belfast ist gegen den Tatverdächtigen Untersuchungshaft angeordnet worden. (AP Photo / Peter Morrison / Peter Morrison)
    Ein Video des Angriffs wurde trotz Warnungen der Polizei vielfach geteilt. Darauf ist zu sehen, wie ein Mann von einem Angreifer schwer an Rücken, Gesicht und Augen verletzt wird. Rechtsextreme Kreise hatten daraufhin zu Protesten aufgerufen. In der Folge war es in mehreren nordirischen Städten zu massiven rassistisch motivierten Ausschreitungen gekommen. Mehrere Häuser und Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt. Feuerwehrkräfte retteten Menschen aus den brennenden Gebäuden. Polizisten wurden mit Gegenständen und Brandsätzen beworfen. Zwei Beamte wurden verletzt.
    Der britische Premierminister Starmer verurteilte die Gewalt scharf. Die Verantwortlichen müssten mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Belfast - Messer-Attacke und Ausschreitungen
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.