Iran
Teherans Staatsanwalt beharrt auf Hinrichtungen von Demonstranten

Im Iran hat sich die Justiz internationalen Spekulationen über einen Verzicht auf Exekutionen von Demonstranten entgegengestellt.

    Es ist dunkel. Eine große Menschenmenge steht auf einer Straße. Sie wird von einem Feuer am linken Bildrand orangfarben beleuchtet.
    Demonstranten im Iran - Ort und datum unbekannt. (picture alliance / SIPA | MAHSA/MEI)
    Der Teheraner Staatsanwalt Salehi bezog sich insbesondere auf Äußerungen von US-Präsident Trump, wonach hunderte Hinrichtungen gestoppt worden seien. Dies seien unbegründete Worte, erklärte Salehi nach Angaben staatlicher Medien. Die Reaktion auf die jüngsten Demonstrationen werde vielmehr entschlossen, abschreckend und schnell sein. Irans oberster Führer Chamenei sagte in einer Rede, man werde den Unruhestiftern den Rücken brechen.
    Die internationalen Hoffnungen auf einen Verzicht auf Exekutionen waren auch von der iranischen Führung selbst geweckt worden: Außenminister Araghtschi hatte am Donnerstag im US-Sender "Fox News" erklärt, es gebe keinerlei Pläne für Hinrichtungen mit dem Strang.
    Unterdessen erlaubt das Regime in Teheran nach und nach wieder die digitale Kommunikation. Zwar blieb der Zugang zum weltweiten Internet den zehnten Tag in Folge gesperrt. Doch können die Menschen seit heute wieder per Mobilfunk SMS-Textnachrichten versenden. Aus dem Ausland versendete SMS kommen dagegen nicht an.
    Diese Nachricht wurde am 17.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.