Ukraine
Treffen von Trump und Selenskyj in Davos - Ukraine-Expertin Melnyk: Große finanzielle Unterstützung der USA steht im Raum

In Davos findet heute ein Treffen von US-Präsident Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj statt. Zuvor hatte Selenskyj erklärt, angesichts der andauernden russischen Luftangriffe die Ukraine nur dann zu verlassen, wenn es ein unterschriftsreifes Dokument für eine Beendigung des Krieges oder weitere Hilfszusagen gebe.

    US-Präsident Donald Trump (r) und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, geben sich zu Beginn einer gemeinsamen Pressekonferenz nach einem Treffen in Trumps Mar-a-Lago-Club die Hand.
    US-Präsident Trump empfängt Präsident Selenskyj im vergangenen Dezember in Florida. (Alex Brandon/AP/dpa)
    Trump erklärte in Davos, man sei "ziemlich nah" an einem Abkommen.

    Ukraine-Expertin Melnyk: Abkommen über große finanzielle Unterstützung der USA im Raum

    Die Ukraine-Expertin und Präsidentin der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft, Melynk, sagte im Deutschlandfunk, Berichten zufolge habe ein Abkommen zwischen den USA und der Ukraine in Aussicht gestanden, in dem es um eine "große finanzielle Unterstützung nach der Beendigung des Krieges" gegangen sei.
    Zum Verhalten des US-Präsidenten sagte Melnyk, "Donald Trump versucht, die ganze Verantwortung auf die Europäer zu schieben. Auf Dauer sind wir jetzt schon mit der Tatsache konfrontiert, dass wir uns mit Blick auf die Sicherheit stärker aufstellen müssen."

    Witkoff und Kushner in Moskau erwartet

    Heute werden der US-Sondergesandte Witkoff und Trumps Schwiegersohn Kushner zu weiteren Gesprächen mit Russlands Präsident Putin in Moskau erwartet. Danach seien Beratungen mit der ukrainischen Seite geplant, hieß es.
    Angesichts der jüngsten russischen Luftangriffe auf die Energieversorgung der Ukraine forderte NATO-Generalsekretär Rutte die Mitgliedstaaten des Bündnisses dazu auf, der Ukraine schnell mehr Luftabwehrsysteme zu liefern.
    Der Bürgermeister von Kiew, Klitschko, teilte via Telegram mit, dass noch knapp 3.000 Wohnhäuser in der ukrainischen Hauptstadt ohne Strom seien.
    Diese Nachricht wurde am 22.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.